Ausstellung im Schütz Art Museum: "Chiaroscuro" - Ausgewählte Werke von Friedrich Eigner

Die Veranstaltung findet wie geplant statt.

23.07.2024 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr | Alle Termine

Schütz Art Museum Nibelungenstraße 36, 4090 Engelhartszell | zur Karte

Schütz Art Museum proudly presents die

Ausstellung "Chiaroscuro" - Ausgewählte Werke von Friedrich Eigner
vom 29. Mai 2024 bis 28. Juli 2024

BIOGRAFIE

Der Künstler Friedrich Eigner, 1948 in Salzburg geboren, lebt und arbeitet in Zell am See, Salzburg, Venedig und New York. Er begann 1967 das Studium der Philosophie; wechselte danach aber 1972 zum Studium der Malerei. 1985 wurde er Von Hans Weigel entdeckt, der ihn nach Wien holt. Sein Frühwerk ist dabei von künstlerischen Drucktechniken geprägt, was dazu führte, dass er 1986 gemeinsam mit dem Kunstdrucker Prof. Roberto Mazzetto im Geburtshaus von Tintoretto in Venedig die „Stamparia del Tintoretto“ gründete. Der endgültige Durchbruch als Künstler folgte 1990 mit seinen Arbeiten auf Papier.

Eigner entwickelte sich als anfänglich Maler der gegenständlichen Malerei in Richtung abstrakte Reduktion in seinem New Yorker Atelier. Er malt „Strukturschatten-Bilder“ in Öl und Pigment. Er erstellt monochrome Arbeiten sowie Objekte mit Pigment auf Gesso. Er entdeckt für sich Öl, Pastell und Acryl auf Leinen wieder. Er lässt mit seiner Technik in Ölmalerei und mit Polymeren auf Glas Schichtlinien plastisch werden. Es folgen erneut Arbeiten in Öl, Pastell, Acryl, Tempera auf Leinen. Bekannt wurde er auch durch seine Konzeptentwicklungen für öffentliche Bauten und private Räume.

Der Titel der Ausstellung

Der Begriff "Chiaroscuro" geht zurück auf die Malerei der Renaissance seit dem 14. Jahrhundert. Die Größe der Renaissance spiegelte sich in ihrem ebenso üppigen Kunststil wider. Zum ersten Mal in der Geschichte der Kunst waren Künstler imstande, ihren Bildern wirkliche Tiefe und Drama zu verleihen. Leonardo da Vinci (1452-1519) thematisierte das Prinzip als Übergang vom Hellen ins Dunkle, Caravaggio (1573-1610) inszenierte in seinen Gemälden scharfe, aber unnatürliche Helldunkelkontraste, Rembrandt (1606-1669) variierte das Prinzip auf Grund seiner Studien zum natürlichen Lichteinfall.

In der Helldunkelmalerei (von ital.: chiaro = Licht; oscuro = dunkel; dt. meist: Helldunkelmalerei; frz. clair-obscur) geht es generell um die Hervorhebung der Gegensätze und Übergänge von Licht und Schatten. Mit Hilfe von Abstufungen von Licht und Schatten werden überzeugende dreidimensionale Szenen dargestellt. Durch die Akzentuierung der Licht- oder Schattenflächen löst der Betrachter sich von der Farbigkeit der Gegenstände. Durch das Nebeneinander von Hell- und Dunkel-Flächen kommt es zur Dramatisierung der Szene, zur Steigerung der emotionalen Spannung, zur Psychologisierung und zur Subjektivierung des Dargestellten kommt. 

Für den Maler Friedrich Eigner ist dramatische Beleuchtung ein Werkzeug, das mit Bedacht eingesetzt wird. Sein künstlerischer Weg führte Eigner von der gegenständlichen Malerei in Richtung abstrakter Reduktion und Struktur-Schattenbildern, Überblendungen und monochromen Arbeiten bis hin zu Werken, in denen er sich intensiv mit dem Augenblick auseinandersetzt.  Helldunkel, Tenebrismus und Sfumato wurden und werden von Künstlern zu verschiedenen Zwecken eingesetzt. Man kann damit

-  ein geheimnisvolles, intimes Gefühl erzeugen 
-  eine psychologische Komplexität schaffen
-  alptraumhafte Realitäten oder eindringliche dramatische Begegnungen widergeben

Wenn der Fokus eines Gemäldes auf der Form von Objekten oder der Form einer Figur liegt, kann Chiaroscuro außerordentlich hilfreich sein. Starkes gerichtetes Licht hebt Details und Merkmale hervor und verleiht ein wahres und verblüffendes dreidimensionales Erscheinungsbild.

In den Bildern des Künstlers überwiegen tiefe biografische Erlebnisse und philosophische Elemente. 

Seine mutmaßlich düsteren, charmanten Nocturnes, seine Landschaften von atmosphärischer Dichte, seine von zarten Spiegelungen, Reflexionen geprägten Perspektiven zeugen von Verletzlich- und Vergänglichkeit, von Geheimnissen und Klarheit. Sein Ziel ist, so sagt der 1948 Geborene, „ein Sein im Frieden zu schaffen“. Stimmungen und Emotionen werden in seinen Gemälden und Aquarellen erlebbar. Friedrich Eigner ist keineswegs ein Vertreter des „Schwarz-Weiß-Denkens“. Feine Nuancen und Schattierungen bestimmen seine Arbeiten. Er ist stets auf der Suche nach der Perfektion und nach einem Sein im Frieden.

ZITAT

Meine Kunst kommt nicht nur vom Können allein, sondern von einem inneren Müssen, einem „Senden müssen“. Um überhaupteinen Kunstanspruch zu haben, muss ich das vergangen Erlebte in die Gegenwart transportieren und daraus einen sinnlich wahrnehmbaren Denkgegenstand erzeugen. Das Material ist mein Vokabular, transformiert durch Eingriffe meinerseits, Herz und Verstand.

Ich versuche, aus nichts alles zu machen, zeige das Nebendraußen, seinen Zauber, seine Verletzlich- und Vergänglichkeit. Dafür muss ich mich vergessen: Nicht ich bin es, der malt, sondern Es in mir. Zusätzlich benötigt es ein gewisses Etwas, für mich ein sogenanntes „Hu“, etwas Geheimnisvolles, nicht Definierbares. Stimmt alles zusammen, komme ich meinem Ziel, ein Meisterwerk, ein Sein im Frieden zu schaffen, näher.

Die entstandene Leichtigkeit währt jedoch nur kurz: Es reicht nie, die Zwänge im Kopf fordern bereits die nächste Arbeit ein. Und diese muss objektiviert werden: Eine Garantie auf ein erneutes „Hu“ besteht leider nicht.

Ausgewählte Werke: 

Mond über Sylt

Mond über Sylt 
2023 | Pastell, Acryl auf Jute | 85 x 96 cm | Rückseitig signiert, datiert und betitelt: Friedrich Eigner / 2023 

Piazzetta

Piazzetta
2018 | Acryl, Pastell, Tempera auf Leinen | 85 x 96 cm | Rückseitig signiert, datiert und betitelt: Friedrich Eigner / 2018 

Fulmine II

Fulmine II 
2022 | Acryl, Pastell auf Leinen | 96 x 85 cm | Rückseitig signiert, datiert und betitelt: Friedrich Eigner / 2022 

Ausstellungsdauer: 29. Mai bis 28. Juli 2024
Geöffnet täglich DI-SO, 10:00-18:00 Uhr
Nibelungenstraße 36, 4090 Engelhartszell, Österreich

Tel: +43 7717 20320
Mail: office@schuetzartmuseum.at
Web: www.schuetzartmuseum.at

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